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Rentenerhöhung löst Problem der Altersarmut nicht

Die heute angekündigte Rentenerhöhung Ost um 2,5 Prozent wird als großer Wurf zu mehr Rentengerechtigkeit verkauft. Margit Jung, seniorenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, erklärt dazu: "Das Rentenplus 2014 kann weder die allgemeine Absenkung des Rentenniveaus ausgleichen, noch die Rentenverluste der vergangenen Jahre. Die Besserstellung der ostdeutschen Renten um 0,8 Prozent ist zudem nur ein schaler Ersatz für die von der SPD versprochene Rentenangleichung Ost an West!"

Heute liegt das Rentenniveau noch bei 47,9 Prozent. Bis 2030 wird es auf 43,7 Prozent sinken. Zwischen 2003 und 2013 blieben die Renten im Westen um 7,5 Prozentpunkte und im Osten um 6,3 Prozentpunkte hinter den Bruttolöhnen zurück. "Wir müssen wieder zurück zu einem Rentenniveau von 53 Prozent, die Kürzungsfaktoren müssen aus der Rentenformel gestrichen werden. Anders lässt sich Altersarmut angesichts der stetig steigenden Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnraum nicht verhindern - weder in Ost noch in West", kritisiert die Seniorenpolitikerin.

Zudem bleibt DIE LINKE dabei, dass endlich die Rentenlücken aus dem Einigungsvertrag geschlossen werden müssen: Insbesondere ostdeutsche Frauen werden weiterhin bedeutend schlechter gestellt. Sei es als DDR-Geschiedene oder bei der neuen Mütterrente. Gerade auch angesichts des morgigen Equal Pay Day muss es nicht nur "gleiche Löhne für gleiche und gleichwertige Arbeit" heißen, sondern auch "gleiche Rente für die gleichwertige Lebensleistung", fordert Frau Jung abschließend.