Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Kein Absenken von Standards bei den Kindertagesstätten

"Das Ansinnen der CDU, den Abbau von Standards in Kindertagesstätten auf die Tagesordnung zu setzen, hat mit einer sinnvollen Neuausrichtung von Familienpolitik nichts zu tun, sondern wäre ein Rückschlag für die Qualität der Kinderbetreuung", warnt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Margit Jung, in Reaktion auf Aussagen der Ministerpräsidentin. Das Ziel einer modernen Familienpolitik müsse sein, dass Mütter und Väter ihre Berufstätigkeit und ihr Familienleben in Übereinstimmung bringen können. "Dazu braucht es ausreichend Plätze in Kindertagesstätten sowie gut ausgebildete, bezahlte und motivierte Erzieherinnen und Erzieher", unterstreicht Frau Jung.

Die in Thüringen vor einigen Jahren mit einem Volksbegehren erkämpfte Qualität hinsichtlich der Bildung und Betreuung von Kindern in Frage zu stellen, zeuge davon, "vor allem Eltern nicht ernst zu nehmen", konstatiert die LINKE-Familienpolitikerin. Die Abgeordnete erinnert daran, dass erst vor wenigen Wochen der Landeselternverband der Kindertagesstätten von der Landesregierung gefordert hatte, die Qualität in den Kindertagesstätten auszubauen.

"Wer nur von Betreuung in Kindertagesstätten spricht, hat den Bildungsauftrag dieser Einrichtungen nicht verstanden. Es geht um gute Bildung für Kinder, für Chancengerechtigkeit und dies erfordert auch eine ausreichende Finanzierung. Dazu sind die Mittel für Kindertagesstätten den Kommunen direkt zuzuweisen", unterstreicht Frau Jung. Sie kündigt an, das Thema erneut im Landtag aufzurufen.

DIE LINKE erneuert die Forderung nach einem Einstieg in gebührenfreie Kita-Betreuung, nach einem weiteren Ausbau der Kitas zu Eltern-Kind-Zentren und nach Abschaffung des Landeserziehungsgeldes.