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Elterngeld sozialer gestalten

"Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bleibt mit ihren Vorschlägen zum Elterngeld weit hinter den sozialen Anforderungen zurück", kritisiert Margit Jung, familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. "Während diejenigen bedacht werden, die Arbeit haben, wird das Elterngeld weiterhin auf ALG II-Leistungen angerechnet."

DIE LINKE fordert seit Jahren eine wirkliche Reform des Elterngeldes. "Die größere Flexibilität, wie ein längerer Bezug bei Teilzeitarbeit oder die mögliche Inanspruchnahme bis zum achten Lebensjahr des Kindes, ist zu begrüßen", stellt Margit Jung fest. "Ich kann jedoch nicht verstehen, warum weiterhin Menschen mit niedrigen Einkommen oder im Hartz IV-Bezug, Erwerbslose, Auszubildende und Studierende benachteiligt werden." Das müsse dringend geändert werden. Nötig seien außerdem die Rücknahme der Kürzungen, die mit dem Sparpaket im Jahr 2011 vorgenommen worden seien, sowie die Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Neben einer familienfreundlicheren Arbeitswelt brauchen wir gebührenfreie Bildung von Anfang an - hier könnte der Bund durch eine Drittelbeteiligung an den Kita-Kosten die Familien nachhaltig entlasten."