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Bild „Napoleon in Gera 1806“ übergeben

In einer kleinen feierlichen Zeremonie wurde am 9. September 2019 im Gebäude Johannisplatz des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 durch die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, Margit Jung, das Bild „Napoleon in Gera 1806 – Einzug in sein Hauptquartier“ an das Gymnasium übergeben.

 

Das Bild aus Acryl-Öl Farben in der Größe 170 cm Breite und 100 cm Höhe von Günter Domkowsky entstand in der Zeit von 2010 bis 2012 und stellt die historische Situation des Einzugs von Napoleon in das Reußische Regierungsgebäude dar.

 

Mit der Übergabe des Bildes wird dem historischen Ort der Ereignisse von 1806 und der Erweiterung des Goethe-Gymnasiums mit dem ehemaligen reußischen Regierungsgebäude am Johannisplatz Rechnung getragen.

 

Napoleons Ritt ins künftige Schulhaus des Geraer Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608

Gemälde des Geraers Günter Domkowsky verschenkt Margit Jung, Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, aus Gera an das Gymnasium

Für den neuen Campus Rutheneum, der nach letztem Stand mit dem Schuljahr 2021/22 bezogen werden soll, gibt es schon ein Gemälde.

Am Montag verschenkte die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, Margit Jung (Linke), das 2012 von Günter Domkowsky vollendete Bild an die Schule. Denn der darauf dargestellte Ritt Napoleons in sein Hauptquartier am 12. Oktober 1806 zeigt das Reußische Regierungsgebäude, das jetzt für das Gymnasium saniert wird. Margit Jung hatte das dreiteilige Bild 2014 beim Einzug in ihr Büro aus Mitteln ihres Verfügungsfonds von dem Geraer Maler erworben. Die 59-jährige Geraerin tritt im Herbst nicht noch einmal für den Landtag an. Deshalb räumt sie ihr Büro aus. Von ihrem Schreibtisch aus konnte sie bisher das Gemälde rechts und links durchs Fenster den Erfurter Dom sehen. „Jeder, der in mein Büro kam, war angetan und fragte, was ist das eigentlich. Ich hatte dann eine Geschichte zu erzählen“, sagt sie.

Günter Domkowsky entschied sich für die seitenverkehrte Trikolore. Rot, Weiß, Blau ist die französische Flagge. Er tat es, weil dann am 14. Oktober bei Jena und Auerstedt – westlich von Gera – die Schlacht geschlagen wurde. Napoleon besiegte dort die altpreußische Armee Friedrich des Großen.

Dass Napoleon von rechts ins Hauptquartier ritt, sei logistisch nicht anders möglich gewesen. Mit seinen Truppen kam er vom Galgenberg, meint Domkowsky. Gera zählte damals fast 7000 Einwohner. Napoleons Armee rund 100.000 Mann. Während die vor Napoleon stehende Frau ihm die leeren Hände zeigt, was heißen solle, dass sie nichts mehr zu geben habe, tuscheln rechts Damen nach dem Motto: Der Kaiser kommt. „Die Lobhudelei ist manchmal größer als das wirkliche Erscheinen der Person“, kommentiert der Maler die Szene und lädt Betrachter ein, gern auch um die Ecke zu denken.

Die Musikspezialschüler Oliver Teichmann mit der Gitarre und Justin Schmoginski am Klavier feierten den Einzug des Bildes musikalisch. Für Schulleiterin Silva Wallstabe schließe sich der Kreis der Geschichte, sagte sie und bedankte sich für das Geschenk. Bis zum Einzug soll das Bild verwahrt werden.

(Text: Sylvia Eigenrauch - OTZ vom 11.09.2019 / www.otz.de/regionen/gera/napoleons-ritt-ins-kuenftige-schulhaus-des-geraer-goethegymnasiums-rutheneum-seit-1608-id227051183.html)