ehrenamtliches Engagement

 

Volkssolidarität

Lebensbrücke e.V.

AG Senioren DIE LINKE. / Seniorenpolitik

Die Vielfalt gestalten!

Unter diesem Motto trafen sich am 8. September ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Seniorenkonferenz der Fraktion die LINKE im Thüringer Landtag und der Senioren-Arbeitsgemeinschaft DIE LINKE. Thüringen.

v.l.n.r.: Hannelore Hauschild, Margit Jung, Dr. Johanna Hambach

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie angesichts der demografischen und sozialen Veränderungen in Thüringen Teilhabe, Selbst- und Mitverantwortung für alle gewährleistet werden können.

Darauf eingehend hob Ines Feierabend (DIE LINKE), Staatssekretärin im Thüringer Sozialministerium, eine neue Herangehensweise der rot-rot-grünen Landesregierung bei der Überarbeitung des Seniorenmitwirkungsgesetzes hervor. Sie erklärte: „Das Seniorenmitwirkungsgesetz war auch bislang schon eine gute Grundlage für die Mitbestimmung älterer Menschen in Thüringen. Allerdings wurde von Seniorinnen und Senioren immer wieder kritisch angemerkt, dass sie beim Zustandekommen des Gesetzes im Jahr 2011 selbst zu wenig beteiligt wurden. Deshalb beziehen wir jetzt die Seniorinnen und Senioren von Anfang an in die Überprüfung und Novellierung des Gesetzes ein“. (Quelle: TMASGFF)

So werde in diesem Jahr mit der Evaluierung des bestehenden Seniorenmitwirkungsgesetzes begonnen und das Ministerium wird diese in Abstimmung mit dem Landesseniorenrat Thüringen gestalten.

Dazu habe der Landesseniorenrat Thüringen, so dessen Vorsitzende Hannelore Hauschild, Evaluierungsschwerpunkte entwickelt.

Ines Feierabend betonte zudem, dass die Gespräche über ein novelliertes Gesetz auch mit dem Ziel geführt würden, Seniorenbeauftragte und -beiräte in die Arbeit der Kommunen und des Landes Thüringen stärker einzubeziehen.

Aus Sicht von Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei es zum Beispiel problematisch gewesen, dass Zuarbeiten zwar erbeten, deren Berücksichtigung aber nicht hinterfragt bzw. eingefordert werden sollte. Diese Vorgehensweise habe in der Vergangenheit Unverständnis hervorgerufen. RednerInnen forderten, mit ihrer Arbeit und ihren Vorschlägen ernster genommen zu werden.

Claudia Michelfeit, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle Strategische Sozialplanung im Sozialministerium, verdeutlichte in ihren Ausführungen die Zusammenhänge zwischen den demografischen Veränderungen im Land, der Notwendigkeit, die Teilhabemöglichkeiten der älteren Generation weiter zu entwickeln sowie den sich daraus ergebenden Aufgaben für die Kreise und Städte.

Hatte Thüringen 2010 noch 2,2 Mio. Einwohner, so gehe man gegenwärtig davon aus, dass 2030 nur noch etwa 1,8 Mio. Einwohner im Land leben. Zudem sei es so, dass die Zahl der Einwohner ab 65 Jahre um 160.000 Personen auf insgesamt 652.000 Personen anwachse.

Deshalb müssten Kommunen und auch das Land folgende Herausforderungen berücksichtigen • die Vielfalt des Alters,

• die Vielfalt der Lebenslagen im Alter,

• die zunehmende Hochaltrigkeit,

• die Feminisierung und die Singularisierung der RentnerInnen-Generation,

• die Verjüngung des Alters, d.h. die Zunahme der Zahl derjenigen, die vor Erreichen des Rentenalters aus dem Berufsleben ausscheiden

Im Konkreten bedeutet dies zum Beispiel für eine Stadt wie Gera:

• die Entwicklung und Förderung inklusiver Sozialräume,

• die Entwicklung kommunaler Integrationskonzepte,

• die Aktivierung und Vernetzung lokaler Akteure,

• die Förderung einer abgestimmten Bildungs-, Gesundheits- und Sozialpolitik,

• eine effektive und transparente Steuerung der Sozialleistungen

Über ihr Herangehen an die Seniorenarbeit in Treptow/Köpenick berichtete die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin, Dr. Johanna Hambach. So habe man ein Demografie-Konzept für den Stadtteil erarbeitet und sehe den Arbeitsschwerpunkt in der Ausgestaltung der sozialen Infrastruktur. Außerdem sei es gelungen, im Landesgesetz die Informationspflicht vor Entscheidungen zu verankern und die Seniorenvertretung könne auch direkt Anträge an die BVV stellen.

Margit Jung, Vizepräsidentin des Landtages und seniorenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, hob die kontinuierliche Besetzung des Seniorenthemas durch die Fraktion hervor. Ausgehend von einem eigenen Entwurf für ein Seniorenmitbestimmungsgesetz 2010/11 wurden in den Folgejahren immer wieder Beratungen und Konferenzen durchgeführt. Sie forderte, Familienpolitik als Kernpunkt auch der Herangehensweise in der Seniorenpolitik zu betrachten und die generationenübergreifenden Aspekte weiter zu entwickeln. Der Grad der Verbindlichkeit in der Arbeit der Seniorenbeiräte und der Seniorenbeauftragten müsse erhöht werden und die Frage der Mitbestimmung als einer zentralen Forderung der Partei DIE LINKE. Thüringen weitere Aufmerksamkeit zukommen. Gebraucht werde Verständnis für Seniorinnen und Senioren in der Gesellschaft und dazu müsse auch DIE LINKE ihren Beitrag leisten.

20 Jahre AG Senioren im Landesverband DIE LINKE Thüringen festlich begangen

MdL Knut Korschewsky, Landesvorsitzender der Thüringer LINKEN, sprach den Seniorinnen und Senioren ausdrücklich seinen Dank für die geleistete Arbeit in den letzten 20 Jahren aus. „Ohne euch, gäb´ es uns heute nicht. Eurem Kampfgeist und Engagement verdanken wir so vieles.“ Er betonte die gute und enge Zusammenarbeit der AG mit dem Landesverband.

Einen Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben gab MdL Margit Jung. Das von der Landtagsfraktion der LINKEN im Jahr 2009 eingebrachte Seniorenmitbestimmungsgesetz liegt immer noch auf „Eis“. Die Landesregierung hat aus der Mitbestimmung der Seniorenbeiräte nur noch eine Mitwirkung gemacht, was einer starken Einschränkung der Beteiligung gleichkommt. In der jetzigen Form wird der Gesetzentwurf der Landesregierung von den Vereinen und Verbänden abgelehnt. Gegenwärtig wird unser eigener Gesetzentwurf den aktuellen Anforderung angepasst, so Margit Jung. Dabei sind Themen wie Altersarmut, Wohnen im ländlichen Raum, Öffentlicher Personennahverkehr, Stadtentwicklungskonzepte und Gesundheitspolitik Schwerpunkte unserer Arbeit. Seniorenbeauftragte in allen Kreisen und kreisfreien Städte sind eine Forderung in unserem Gesetzentwurf. Margit Jung rief alle Seniorinnen und Senioren auf, sich zu empören. Wir können uns nicht damit zufrieden geben, dass z.Z. Rentenberatungsstellen in Größenordnungen geschlossen werden.

MdL Dieter Hausold, der die Festrede hielt, zog Bilanz über 20 Jahre Erfolgsgeschichte PDS/DIE LINKE, an der insbesondere die Seniorinnen und Senioren ihren Anteil haben. "Zunächst habt ihr Euch in vorderster Reihe 1989/1990 beteiligt, als es darum ging das Vertrauen für unsere Partei zurückzugewinnen bzw. neu zu gewinnen. Ihr seid die ersten Schritte mitgegangen auf unserem Weg, der bestimmt ist von der Erkenntnis, dass ohne Demokratie und Freiheit kein Sozialismus möglich ist – der Weg zum demokratischen Sozialismus. Die Seniorenpolitik unserer Partei unterscheidet sich grundlegend von der anderer Parteien. „Für uns, stehen Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und gleichberechtigter Zugang zu Kultur und Bildung für ältere Menschen und natürlich eine angemessene gesundheitliche Versorgung und Betreuung an erster Stelle“, so Hausold.

Volkssolidarität

Laufen mit Herz

Zum inzwischen 14. „Laufen mit Herz“ trafen sich am 21. September 2016 für eine Stunde 1101 Läuferinnen und Läufer aller Altergruppen im Geraer "Stadion der Freundschaft". Diese erliefen Spendengelder für von Krebs betroffene Kinder und ihre Familien.

Auch 6 Mannschaften aus Kindertagesstätten und 2 Mannschaften aus der Flüchtlingsarbeit des Volkssolidarität Gera e. V. waren Teil der Läufer_innen.

Margit Jung, Vizepräsidentin des Thüringer Landtages und direkt gewählte Geraer Landtagsabgeordnete, sponserte auch für den diesjährigen Spendenlauf für diese acht Mannschaften.

In ihrer Begrüßungrede an die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler unterstrich Frau Jung den hohen Wert dieser in unserer Stadt einzigartigen Veranstaltung. Mit den Erlösen könne ein Beitrag zur Unterstützung der von Krebs Betroffenen geleistet werden. 

Sie dankte den ehrenamtlichen Organisatoren des Zabelgymnasiums und der DAK für die engagierte Vorbereitung und das jahrelange Durchhaltevermögen.

 

 

Vor dem Start: Team der VS
Grußwort zur Eröffnung
Eröffnung durch Sandra Schöneich, Geraer Sozialdezernentin
Im Gespräch mit einem Teilnehmer
Team Ralph Lenkert (MdB DIE LINKE)
Blick auf eine Stadionkurve

Unterstützung der Geraer Volkssolidarität für Flüchtlinge

Aufruf der Vorsitzenden der Geraer Volkssolidarität

In diesen Wochen begeht unser Verband den 70. Jahrestag seiner Gründung. Damals galt es, nach dem verbrecherischen Nazi-Krieg Menschen in Not zu helfen.

Zum Glück leben wir in einem Land, das seit damals keinen Krieg mehr erlebt hat. Trotzdem erfahren wir, dass unser Land, für eine wachsende Zahl von Flüchtlingen, vor allem aus Kriegsgebieten, zu einem Zufluchtsort wird. Viele der Flüchtlinge kommen aus Ländern, in denen bittere Not, Hunger und Perspektivlosigkeit herrschen. Sie alle haben ein legitimes Recht auf menschenwürdige Lebensbedingungen.

Ganz im Sinne der Frauen und Männer, die die Volkssolidarität 1945 gründeten, rufe ich alle Mitglieder und alle MitarbeiterInnen, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt dazu auf, diese Welle der Solidarität weiter zu verstärken. Den 70. Jahrestag unseres Verbandes wollen wir mit vielfältigen Aktionen zur Unterstützung von Flüchtlingen verbinden – unabhängig davon, aus welchen Gründen sie flüchten mussten.

Ich bitte Sie, alle Möglichkeiten zu nutzen, um zu helfen! Wir brauchen Ihre Hilfsbereitschaft und Ihr aktives Mittun, um Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben – in ähnlicher Weise, wie dies die Volkssolidarität auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihren vielfältigen Aktivitäten vorgelebt hat.

Gebraucht werden Geld- und Sachspenden. Ihre Sachspenden, wie Spielzeug, Hygieneartikel z. B. Duschbad, Bettzeug und Geschirr bis hin zu Fahrrädern und vielem mehr, nehmen wir gern entgegen. Helfen Sie bei der Begleitung von Flüchtlingen, z. B. bei der ärztlichen Versorgung oder bei der Kinderbetreuung, helfen Sie mit, die Willkommenskultur vor Ort mitzugestalten.

Nicht übersehen werden dürfen die brutalen Angriffe rechtsextremer Kräfte gegen Flüchtlinge. Es ist eine Schande, wenn heute Flüchtlingsunterkünfte angezündet und Menschen in Not verbal oder tätlich attackiert werden. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung. Treten Sie solchen Entwicklungen entschieden entgegen.

Helfen Sie dabei mit, für Flüchtlinge menschenwürdige Lebensbedingungen zu sichern!

70 Jahre Volkssolidarität – Solidarität leben!

Margit Jung

Vorsitzende Volkssolidarität Kreisverband Gera e.V.

Ehrenamtler halten das soziale Netz in Gera aufrecht - PARITÄTISCHER: Nur Sparen allein reicht nicht

Gera. Hannelore Strobel fühlt sich wohl zwischen „ihren“ Büchern. Und noch wohler fühlt sie sich, wenn sie die Kinder aus dem Stadtteil Bieblach in den Büchern stöbern und lesen sieht. Dann ist sie mehr als nur eine Bibliothekarin, dann ist sie auch für Mädchen und Jungen Ansprechpartnerin, bei der sie Sorgen und Probleme los werden können, über die sie zu Hause nicht reden können. Hannelore Strobel und ihre beiden Mitstreiterinnen öffnen zwei Mal in der Woche den „Leseclub“ in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Gera-Bieblach. Hannelore Strobel macht das ehrenamtlich. 45 Jahre war sie als Erzieherin tätig, dann, nach der Pensionierung, fehlte ihr etwas. „Ich habe mein Leben mit Kindern verbracht. Und die Begegnung mit ihnen habe ich vermisst“, erzählt sie. Kinder, die nicht so gerne lesen oder die zu Hause nicht ans Bücherlesen herangeführt wurden und Kinder aus Migrantenfamilien sind die Zielgruppe des Leseclubs. Aber eigentlich, so Hannelore Strobel, kommen diejenigen, die gerne lesen oder die im „Leseclub“ den Reiz des Buchlesens gelernt haben. Ohne Hannelore Strobel und ihr ehrenamtliches Engagement wäre Gera-Bieblach um eine wichtige Einrichtung ärmer – sie ist ein mit ihrem Ehrenamt ein Gewinn für den Stadtteil.

Darüber waren sich alle einig bei einer Veranstaltung zum Thema ehrenamtliches Engagement in Gera, veranstaltet von der Kreisgruppe des PARITÄTISCHEN, der Volkssolidarität Gera und der PARITÄTISCHEN BuntStiftung. Hannelore Strobel und ihr Einsatz stand an diesem Nachmittag exemplarisch für die vielen Ehrenamtler, die in Gera tätig sind. „Kann zivilgesellschaftliches Engagement eine Stadt aus der Krise reißen?“ war der Titel einer von der Glücksspirale mit unterstützten Veranstaltung in der finanziell angeschlagenen Stadt. Einhelliges Fazit nach einer mehr als zweistündigen Diskussion: Natürlich kann Ehrenamt allein das nicht leisten, aber es ist ein wichtiger Baustein, um das soziale Netz intakt zu halten. „Ehrenamtler retten diese Strukturen seit Jahren“, erklärte Margit Jung, die Vorsitzende der Volkssolidarität in Gera und Landtags-Vizepräsidentin. Allerdings wies sie auch darauf hin, dass die soziale Arbeit in Gera seit Jahren unterfinanziert sei. Die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit in Gera sei zu wenig ausgeprägt, sagte Jung. „Das Soziale gilt in vielen Kreisen nur als reiner Kostenfaktor“, erklärte sie. Nachdrücklich plädierte sie für mehr Investitionen in diesem Sektor.

„Reines Sparen und ein Schuldenverbot werden Gera nicht helfen“, unterstrich Stefan Werner, der stellvertretende Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung.

Margit Jung unterstützte ihn: Es seien dringend Investitionen im sozialen Bereich nötig. Und sie verwies darauf, dass das größte Wachstum an Arbeitsplätzen in Gera im Bereich der Sozial- und Gesundheitswirtschaft zu registrieren sei.

Sandra Schöneich, die Sozialdezernentin der Stadt, möchte genau diese Tatsache und den hohen Anteil der Sozial- und Gesundheitswirtschaft an der Wertschöpfungskette in Gera stärker als bisher herausstellen.

Den Vorschlag von Christina Martens vom Europabüro des PARITÄTISCHEN, einen Sozialwirtschaftsbericht für die ganze Stadt aufzulegen, griff sie auf und sagte eine Prüfung zu. Ein entsprechender Bericht nur für die PARITÄTISCHEN Mitgliedsorganisationen hatte bereits den hohen Stellenwert der Branche für die Wirtschaft Geras unterstrichen.

Schöneich hob den hohen Stellenwert hervor, den schon jetzt das Ehrenamt in Gera habe. „Ehrenamt ist unverzichtbar“, sagte sie und verwies darauf, dass die Stadt beispielsweise die einzige Ehrenamtszentrale in kommunaler Trägerschaft unterhalte. „Ehrenamt steht und fällt aber mit den handelnden Personen“, sagte sie. Deshalb hat für sie die Frage, wie in Vereinen und Verbänden Nachfolger für ehrenamtlich Tätige gewonnen und aufgebaut werden könnten, eine herausragende Rolle.

Die Kommunen sollten den ehrenamtlich Engagierten ruhig mehr zutrauen, appellierte Peter Friedrich von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Sie benötigten Freiräume, um neue Ideen zu entwickeln und zu experimentieren. Sie dürften nicht nur Lückenbüßer sein, so Friedrich. Zivilgesellschaftliches Engagement müsse eigensinnig sein und könne durchaus auch Verwaltung und Politik stören. Aufgabe der Politik müsse es sein, dem engagierten Bürger den nötigen Freiraum zu gewähren, die Bildung von Netzwerken zu ermöglichen, die sich aber von unten selbst organisieren müssten statt von oben vorgegeben zu werden. Die Kommunen sollten die Förderung des Ehrenamts als Investition begreifen. „Denn die Bürger sind innovativ.“

Die großen Herausforderungen, die auf Kommunen wie Gera zukommen, skizzierte Stefan Werner, der stellv. Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung. Immer mehr ältere Menschen und junge Menschen, die wegziehen, seien Probleme, die einer Lösung bedürften. Wichtig sind für ihn auch eine enge Vernetzung der Engagierten untereinander und deren Mitbeteiligung. Eine Symbiose zwischen Haupt- und Ehrenamt ist für ihn für die Zukunft unabdingbar. „Ehrenamt benötigt Strukturen und eine professionelle Anleitung“, hob Werner hervor. Der Verein sei noch immer die zentrale Säule beim ehrenamtlichen Engagement. Hannelore Strobel ging nach der Diskussion mit neuen Erkenntnissen über das Ehrenamt wieder zu ihren Büchern. Sie musste jetzt noch einiges einsortieren, damit der Leseclub am Montag wieder pünktlich öffnen kann.

Quelle: www.paritaet-th.de/presse/pressemeldungen/2720-ehrenamtler-halten-das-soziale-netz-in-gera-aufrecht-paritaetischer-nur-sparen-allein-reicht-nicht.html

Erneut zur Vorsitzenden der Geraer Volkssolidarität gewählt

Am 4. Juni führte der Kreisverband der Geraer Volkssolidarität seine Kreisdelegiertenversammlung durch. In dieser Sitzung wurde Rechenschaft über die Arbeit der vergangenen Jahre abgelegt und ein neuer Vorstand für die nächste Wahlperiode bis 2019 gewählt.

Margit Jung wurde einstimmig als Vorstandsvorsitzende bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende wurden erneut Winfried Wunderlich und Norbert Hein.

Ziel der künftigen Arbeit wird es sein, den Grundgedanken der Volkssolidarität, den sie seit 70 Jahren intensiv lebt, “Miteinander - Füreinander - Solidarität leben“, wieder verstärkt in den Fokus zu nehmen.

Der neue Vorstand der Volkssolidarität Gera besteht aus: Wolfgang Linsel, Norbert Hein, Margit Jung, Rainer Wagner, Rene Soboll, Dr. Wolfgang Heinig, Jacqueline Zahn, Winfried Wunderlich, Raimar Korn und Ilona Riese.

Bundesdelegiertenversammlung der Volkssolidarität wählte neuen Vorstand

Die Bundesdelegiertenversammlung der Volkssolidarität - unser höchstes Entscheidungsgremium - hat am 15. November in Potsdam eine neue Satzung verabschiedet und einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Präsident unseres Sozial- und Wohlfahrtsverbandes wurde Dr. Wolfram Friedersdorff.

"Der neue Verbandspräsident kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass die Volkssolidarität eine „starke Stimme für sozial Schwache“ bleibt und als solche deutlicher wirke. Der Verband mit seiner langen Geschichte sei ein Inbegriff für gelebte Solidarität und Engagement nach dem Verbandsmotto „Miteinander – Füreinander“. Die Leistungen seiner ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter für andere Menschen seien nicht zu überschätzen. Die Volkssolidarität stehe wie andere Sozial- und Wohlfahrtsverbände vor gesellschaftlichen Herausforderungen wie wachsender Bürokratie, weniger Mitteln und stärkerer Marktorientierung. Es gehe darum, sich der zunehmenden Spaltung in der Gesellschaft und dem wachsenden Bedarf an sozialer Arbeit zu stellen, so Dr. Friedersdorff." (www.volkssolidaritaet.de)

Wir werden auch vor Ort - hier in unserer Stadt - für die Umsetzung dieser Zielstellungen arbeiten.

Gedenkplakette am Helene-Fleischer-Haus der Volkssolidarität angebracht

Zum Gedenken an Helene Fleischer, kommunistische Politikerin und Widerstandskämpferin gegen den deutschen Faschismus, wurde am 10. März 2014 eine Gedenkplakette am nach ihr benannten Altenpflegeheim der Geraer Volkssolidarität angebracht.

Margit Jung, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreisverbandes der Volkssolidarität Gera e.V., würdigte Helene Fleischer als engagierte Vertreterin im Betriebsrates der Textilfabrik „Louis Hirsch“ in unserer Stadt sowie als Politikerin, zunächst von SPD und später der KPD, im Thüringer Landtag und im Reichstag. Sie betonte die Leistung von Helene Fleischer im Kampf gegen den deutschen Faschismus. Diesem fiel sie 1941 zum Opfer.

Der Vorsitzende des Geraer Bundes der Antifaschisten/Verfolgten des Naziregimes, Günter Domkowsky, bedankte sich ausdrücklich bei der Volkssolidarität für dieses Zeichen.

Leseclub für Kinder in Gera gegründet

"Leseclub and friends" - so heißt ein neuer Leseclub, der von der Stiftung Lesen für sechs- bis zwölfjährige Kinder im gesamten Bundesgebiet eingerichtet wurde. Unterstützung findet dieses Vorhaben durch das Förderprogramms "Kultur macht Stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Kindertagesstätte "Krümel" wird gemeinsam mit der Grundschule "Am Bieblacher Hang" und der Stiftung Lesen einen neuen Leseclub in der Kita realisieren. Dieser trifft sich jeden Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Kita, Steigerweg 6. Margit Jung, die Vorsitzende der Geraer Volkssolidarität, hat die Gelegenheit genutzt, um gleich am ersten Tage als Lesepatin den Kindern Freude am Lesen und an der Gemeinsamkeit nahezubringen.

Foto: Volkssolidarität Gera
Foto: Volkssolidarität Gera
Foto: Volkssolidarität Gera
Foto: Volkssolidarität Gera

Hochwasserhilfe aus dem fernen Berlin

Der Kinderverein "Ottokar" e.V. ist eine außerparlamentarische und parteienunabhängige Vereinigung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Ottokar ist insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund tätig.

Über persönliche Beziehungen zur Thüringer LINKEN und zur Landtagsabgeordneten Margit Jung erfuhren sie von den Auswirkungen des Elsterhochwassers in unserer Stadt.

Die Kinder und Jugendlichen haben daraufhin in ihrer Heimatstadt Berlin selbstgebackenen Kuchen verkauft und insgesamt einen Erlös von 1.773,31 € eingenommen. Diesen Erlös, Kinderspielzeug und Kinderkleidung haben sie am 24. Juni 2013 an die in Mitleidenschaft gezogene Kita "Spatzennest" persönlich übergeben.

Die Kinder der Einrichtung und ihre Erzieherinnen sowie Mitglieder des Vorstandes der Volkssolidarität bedankten sich herzlich für diese Unterstützung.

Ein Gegenbesuch in Berlin wurde andiskustiert und soll baldigst realisiert werden.

Junge Sportler unterstützt

Kreisverband der Volkssolidarität feiert den 2. Tag der Generationen

Gemeinsam mit anderen Vereinen und Verbänden Geras feierte die Geraer Volkssolidarität am 16. Juni den "2. Tag der Generationen". Jung & Alt erlebten ein buntes Bühnen-Programm, tolle Aktions- und Informationsstände und ein gemeinsames Familien-Picknick. Dabei war die Veranstaltung auch ein deutliches Zeichen, dass die Geraer Spielwiese ein Ort friedlichen Miteinanders im Herzen unserer Stadt sein kann. Im "Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen" zeigte der Wohlfahrtsverband, wie dieses Motto in unserer Stadt aktiv umgesetzt wird.